Ein Bild der Praxis van Bürck

Fragen zur Psychotherapie, zu Psychotherapeuten, Therapiekosten u. v. m.

Kann eine Therapie verlängert werden?

Es gibt von der Krankenkasse vorgegebene Behandlungskontingente. Eine Kurzzeittherapie bei Erwachsenen (Verhaltenstherapie) umfasst in 2 Schritten 12 plus 12 Stunden. Eine Langzeittherapie umfasst 60 Stunden. Stellt man vor Ende der Kurzzeittherapie fest, dass die Stundenzahl noch nicht ausgereicht hat, so kann man die Behandlung in eine Langzeittherapie umwandeln. Dazu stellt man einen Umwandlungsantrag und beantragt die restlichen Stunden der Langzeittherapie. Danach ist es in besonders gelagerten Einzelfällen möglich, die Therapie in einem Fortführungsantrag um weitere 20 Stunden (auf insgesamt maximal 80 Stunden) zu verlängern. Danach ist in der Regel das mögliche Kontingent der Krankenkasse ausgeschöpft. Für die Beantragung der Langzeittherapie muss ein anonymisierter Bericht an einen externen Psychotherapie-Gutachter erstellt und von diesem bearbeitet werden . Nach Ende der Therapie ist es erst nach einer Pause von 2 Jahren möglich, einen neuen Therapieantrag problemlos bewilligt zu bekommen. Sollte es innerhalb des 2-Jahres-Zeitraums nötig sein, einen neuen Therapieantrag zu stellen, müssen besondere Gründe vorliegen, damit dies von der Krankenkasse genehmigt wird. Bei der Beihilfe ist es möglich, eine Langzeittherapie von 40 Stunden einmalig um weitere 40 Sitzungen, also auf höchstens insgesamt 80 Sitzungen, zu verlängern. Private Versicherungen haben unterschiedliche Regelungen. Bitte fragen Sie bei Ihrer Versicherung nach den Verlängerungsmöglichkeiten.